1. Dingos: Dingos, die von Menschen nach Australien eingeführt wurden, jagen bekanntermaßen kleinere fleischfressende Beuteltiere. Es wird angenommen, dass sie ihr Verbreitungsgebiet bis nach Tasmanien ausgeweitet haben und wahrscheinlich mit Beutelwolfen um Nahrung und Territorium konkurrierten.
2. Menschen: Der Mensch war der bedeutendste Feind der Beutelwolfe. Aufgrund ihrer wahrgenommenen Bedrohung für Nutztiere, insbesondere Schafe, wurden Beutelwolfe im 19. und 20. Jahrhundert von Siedlern und Bauern aktiv gejagt und getötet. Für ihre Gefangennahme oder Zerstörung wurden Kopfgelder ausgesetzt, was zu einem erheblichen Bevölkerungsrückgang führte.
3. Europäische Krankheiten: Die Ankunft europäischer Siedler brachte verschiedene Krankheiten mit sich, die die Beutelwolfpopulation befielen. Insbesondere die Staupe bei Hunden war hoch ansteckend und für viele einheimische australische Tiere, darunter auch Beutelwolfe, tödlich.
4. Lebensraumzerstörung: Die Ausweitung menschlicher Siedlungen, die Rodung von Land für die Landwirtschaft und die Abholzung trugen zum Verlust und zur Fragmentierung der natürlichen Lebensräume der Beutelwolfe bei. Dies schränkte ihre Fähigkeit ein, Nahrung zu finden, sich zu vermehren und Raubtieren auszuweichen.
Zwar gibt es Berichte darüber, dass Beutelwolfe gelegentlich Raubtieren aus dem Weg gingen, indem sie in Höhlen oder dichter Vegetation Zuflucht suchten, doch die Gesamtwirkung dieser Raubtiere und die Verfolgung durch den Menschen führten schließlich zum Aussterben der Art.