1. Einsame Jagd:
Sumatra-Tiger sind Einzeljäger, das heißt, sie jagen normalerweise alleine. Normalerweise beginnen sie ihre Jagdausflüge in den Dämmerungsstunden, entweder am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn ihre Beute am aktivsten ist.
2. Tarnung und Stalking:
Sumatra-Tiger nutzen ihre außergewöhnliche Tarnung, die ihr gestreiftes Fellmuster bietet, um sich nahtlos in die Waldvegetation einzufügen. Sie verfolgen geduldig ihre Beute, bleiben tief am Boden und bewegen sich heimlich durch dichtes Unterholz.
3. Überraschungsangriffe:
Die Jagdstrategie des Tigers besteht oft darin, so nah wie möglich an sein Ziel heranzukommen, bevor er einen plötzlichen, explosiven Angriff ausführt. Es nutzt Geschwindigkeitsschübe und kurze Distanzen, um seine Beute unvorbereitet zu erwischen.
4. Kraftvoller Sprung und Biss:
Wenn sich der Tiger in Schlagdistanz befindet, führt er einen kräftigen Sprung aus und setzt dabei seinen muskulösen Körper ein, um sein Opfer festzunageln. Es verursacht einen tödlichen Biss in die Kehle oder den Nacken, wodurch das Rückenmark durchtrennt wird oder tödliche Verletzungen verursacht werden.
5. Beuteauswahl:
Sumatra-Tiger sind opportunistische Raubtiere, das heißt, sie jagen jede Beute, die ihnen zur Verfügung steht. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus mittelgroßen bis großen Säugetieren wie Hirschen, Wildschweinen, Tapiren und Ferkeln. Gelegentlich jagen sie auch Hausvieh.
6. Tötungstechniken:
Zusätzlich zu dem kräftigen Biss in den Hals wenden Sumatra-Tiger möglicherweise andere Tötungstechniken an, wie zum Beispiel das Ersticken ihrer Beute, indem sie die Schnauze ergreifen und zuhalten.
7. Ernährungsgewohnheiten:
Sobald die Beute getötet ist, beginnt der Tiger mit der Nahrungsaufnahme. Sumatra-Tiger fressen normalerweise an der Stelle, an der sie ihre Beute gemacht haben. Sie beginnen mit dem Verzehr der inneren Organe und Weichteile, bevor sie sich dem Fleisch und den Knochen zuwenden.
8. Caching-Verhalten:
Sumatra-Tiger zeigen manchmal ein Cache-Verhalten, bei dem sie Nahrung für den späteren Verzehr verstecken. Wenn der Tiger einen Überschuss an Futter hat, kann er den restlichen Kadaver an einen abgelegenen Ort schleppen und über mehrere Tage hinweg zurückkehren, um sich davon zu ernähren.
9. Beuteauswahl basierend auf dem Lebensraum:
Die spezifischen Beutearten, auf die ein Sumatra-Tiger abzielt, hängen auch von seinem Lebensraum und der Verfügbarkeit bestimmter Tiere in dem Gebiet ab, in dem er sich aufhält.
Es ist wichtig zu beachten, dass Sumatra-Tiger zahlreichen Bedrohungen für ihr Überleben ausgesetzt sind, darunter Lebensraumverlust, Wilderei und illegaler Wildtierhandel. Der Schutz ihrer natürlichen Lebensräume und die Sicherstellung der Verfügbarkeit wildlebender Beute sind entscheidende Schutzmaßnahmen für den Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Unterart.