1. Orale Rehydrationstherapie (ORT):
- ORT ist die Erstbehandlung bei leichtem bis mittelschwerem Durchfall.
- Es geht darum, verlorene Flüssigkeiten und Elektrolyte wieder aufzufüllen, um einer Dehydrierung vorzubeugen.
- ORT-Lösungen wie die von der WHO empfohlenen oralen Rehydrationssalze (ORS) können zu Hause zubereitet oder rezeptfrei gekauft werden.
- ORS enthält ausgewogene Mengen an Wasser, Salzen (Natrium, Kalium, Chlorid) und Glukose.
2. Austausch von Flüssigkeiten und Elektrolyten:
- Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist besonders bei Kindern entscheidend, um einer Dehydrierung vorzubeugen.
- Neben ORS können auch klare Flüssigkeiten wie Wasser, Brühe und Elektrolytgetränke (Sportgetränke) konsumiert werden.
3. Ernährungsumstellungen:
- Eine milde Diät (BRAT-Diät) kann helfen, die Symptome zu lindern.
- Die BRAT-Diät umfasst:
- Bananen
- Reis
- Apfelmus
- Toast
- Vermeiden Sie Lebensmittel, die das Verdauungssystem reizen, wie Milchprodukte, fettreiche, scharfe und zuckerhaltige Lebensmittel.
4. Over-the-Counter (OTC) Medikamente:
- Für Erwachsene können rezeptfreie Medikamente gegen Durchfall wie Loperamid (Imodium) oder Wismutsubsalicylat (Pepto-Bismol) empfohlen werden.
- Diese Medikamente verlangsamen die Darmbewegung und verringern so die Häufigkeit des Stuhlgangs.
5. Antibiotika:
- Wenn der Durchfall durch eine bakterielle Infektion verursacht wird, können Antibiotika verschrieben werden.
- Das spezifische Antibiotikum hängt von den identifizierten Bakterien ab.
6. Konsultieren Sie einen Arzt:
- Suchen Sie einen Arzt auf, wenn der Durchfall bei Erwachsenen länger als 2 Tage bzw. bei Kindern länger als 1 Tag anhält.
- Bei Symptomen wie starker Dehydrierung, hohem Fieber, blutigem Stuhl oder starken Bauchschmerzen ist dringend ärztliche Hilfe erforderlich.
7. Vorbeugende Maßnahmen:
- Achten Sie auf gute Hygiene, einschließlich häufigem Händewaschen, um das Risiko einer Ansteckung mit infektiösem Durchfall zu verringern.
- Seien Sie beim Verzehr von Nahrungsmitteln und Wasser vorsichtig, wenn Sie in Gebiete mit schlechten sanitären Einrichtungen reisen.
- Lassen Sie sich gegen vermeidbare Ursachen von Durchfall impfen, z. B. gegen Rotaviren und Cholera-Impfstoffe.
Denken Sie daran, dass bei der Behandlung von Durchfall die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache und die Vermeidung von Komplikationen Vorrang haben sollten, insbesondere bei gefährdeten Bevölkerungsgruppen wie kleinen Kindern und älteren Menschen. Konsultieren Sie immer einen Arzt, um individuelle Beratung und Behandlungsempfehlungen zu erhalten.