Übertragung :
Myxomatose wird durch direkten Kontakt mit einem infizierten Kaninchen oder durch indirekten Kontakt mit kontaminierten Materialien wie Einstreu, Nahrungsmitteln oder sogar Insekten, die mit dem Virus in Kontakt gekommen sind, übertragen. Das Virus gelangt durch Risse in der Haut oder über die Schleimhäute wie Augen oder Nase in den Körper.
Symptome :
Die Inkubationszeit für Myxomatose beträgt typischerweise etwa 5 bis 10 Tage. Infizierte Kaninchen können verschiedene Symptome zeigen, darunter:
1. Schwellungen und Entzündungen: Kaninchen entwickeln Schwellungen, insbesondere im Bereich des Kopfes, der Ohren und der Genitalien. Diese Schwellung wird durch Flüssigkeitsansammlung unter der Haut verursacht.
2. Schleimausfluss: Augen und Nase infizierter Kaninchen entwickeln oft einen dicken, klebrigen Schleimausfluss.
3. Atemnot: Aufgrund der Schwellung im Kopf und in den Nasengängen kann das Atmen erschwert werden, was zu Atemnot und Husten führen kann.
4. Hautläsionen: Vor allem an den Ohren und Augenlidern können charakteristische Hautveränderungen, sogenannte „Myxome“, auftreten. Diese Läsionen sind zunächst klein, rot und hart, werden aber später groß, blumenkohlartig und weich.
5. Andere Symptome: Weitere Symptome können Lethargie, Anorexie, Gewichtsverlust, Schwäche und eine gebeugte Haltung sein.
Diagnose :
Die Diagnose basiert in der Regel auf klinischen Symptomen sowie der Vorgeschichte und dem Standort des betroffenen Kaninchens. Zusätzlich können Labortests wie PCR (Polymerase-Kettenreaktion) oder Serologie verwendet werden, um das Vorhandensein des Virus zu bestätigen.
Behandlung und Prävention :
Leider gibt es keine spezifische Heilung oder wirksame Behandlung für Myxomatose. Unterstützende Maßnahmen können zur Linderung der Symptome und zur Vorbeugung von Sekundärinfektionen durchgeführt werden. Prävention ist von entscheidender Bedeutung, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Hier sind einige vorbeugende Maßnahmen:
1. Impfung :Eine Impfung gegen Myxomatose ist für Hauskaninchen in Gebieten, in denen die Krankheit weit verbreitet ist, verfügbar und wird dringend empfohlen.
2. Quarantäne :Neu erworbene Kaninchen sollten unter Quarantäne gestellt werden, um eine mögliche Exposition gegenüber infizierten Tieren zu verhindern.
3. Biosicherheit :Sorgen Sie für gute Hygiene, indem Sie Geräte, Käfige und alle Oberflächen reinigen und desinfizieren, die mit Kaninchen oder potenziell kontaminierten Materialien in Kontakt kommen könnten.
4. Ausschluss von Vektoren: Vermeiden Sie das Einbringen von Insekten wie Flöhen oder Mücken in Kaninchengehege, da diese das Virus übertragen können.
Es ist wichtig, einen Tierarzt zu konsultieren, um spezifische Ratschläge zur Gesundheit und zu vorbeugenden Maßnahmen für Ihre Kaninchen zu erhalten, insbesondere wenn sie in Gebieten leben, in denen bekanntermaßen Myxomatose auftritt.