Im Jahr 2002 gab die katholische Kirche eine Reihe von Richtlinien für den Umgang mit Vorwürfen sexuellen Missbrauchs heraus. Diese Richtlinien erfordern, dass alle Vorwürfe unverzüglich den Strafverfolgungsbehörden gemeldet werden und dass der Angeklagte aus dem Ministerium entfernt wird, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Die Richtlinien enthalten auch eine Bestimmung, die es den Opfern ermöglicht, eine Entschädigung für ihre Verletzungen zu erhalten.
Im Jahr 2010 gründete die katholische Kirche die Päpstliche Kommission für den Schutz Minderjähriger. Diese Kommission hat die Aufgabe, Richtlinien und Verfahren zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch zu entwickeln. Darüber hinaus bietet die Kommission Schulungen für Geistliche und andere kirchliche Mitarbeiter an, um Missbrauchsverdachtsfälle zu erkennen und zu melden.
Die katholische Kirche arbeitet außerdem mit Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt zusammen, um Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs nachzugehen. Im Jahr 2018 veröffentlichte der Vatikan eine Liste von über 3.400 Geistlichen, denen glaubwürdiger sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde. Diese Liste ist ein wichtiger Schritt in den Bemühungen der Kirche, diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die diese Verbrechen begangen haben.
Die katholische Kirche setzt sich dafür ein, Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Die Schritte, die die Kirche in den letzten Jahren unternommen hat, haben das Leben der Opfer wirklich verändert und dazu beigetragen, dass die Kirche ein sicherer Ort für Kinder ist.