Überschüssige Flüssigkeit oder Luft im Pleuraraum kann zu verschiedenen Symptomen wie Atemnot, Brustschmerzen und verminderter Lungenausdehnung führen. Ziel der Thorakozentese ist es, diese Symptome zu lindern, indem die angesammelte Flüssigkeit oder Luft abgelassen und die Atemfunktion verbessert wird.
Hier sind einige wichtige Punkte zur Thorakozentese:
Diagnostik:Zu diagnostischen Zwecken kann auch eine Thorakozentese durchgeführt werden. Durch die Analyse der aus dem Pleuraraum entnommenen Flüssigkeit oder Luft können medizinische Fachkräfte die zugrunde liegende Ursache des Pleuraergusses oder Pneumothorax beurteilen. Dazu können Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Lungenentzündung, Lungenkrebs oder Tuberkulose gehören.
Therapeutisch:Neben der diagnostischen Funktion kann die Thorakozentese auch als therapeutischer Eingriff dienen. Das Entfernen von überschüssiger Flüssigkeit oder Luft aus dem Pleuraraum kann die Lungenfunktion verbessern, Atemnot verringern und möglicherweise Lungenschäden verhindern.
Ultraschallkontrolle:Die Thorakozentese wird in der Regel unter Ultraschallkontrolle durchgeführt, um eine sichere Nadelplatzierung zu gewährleisten und das Risiko von Komplikationen zu minimieren. Ultraschall ermöglicht die Visualisierung des Pleuraraums und der umgebenden Strukturen in Echtzeit und hilft dabei, die Nadel präzise an die richtige Stelle zu führen.
Lokalanästhesie:Vor dem Eingriff wird eine Lokalanästhesie verabreicht, um den Bereich, in den die Nadel eingeführt wird, zu betäuben und so die Beschwerden für den Patienten zu minimieren.
Einführen der Nadel:Der Arzt führt eine dünne Hohlnadel durch den betäubten Bereich in den Pleuraraum ein. Die Nadel ist normalerweise mit einer Spritze oder einem Schlauch verbunden, um die Flüssigkeit oder Luft abzulassen.
Überwachung:Während des Eingriffs werden die Vitalfunktionen und der Sauerstoffgehalt des Patienten genau überwacht. Das medizinische Fachpersonal kann auch bildgebende Verfahren wie Röntgenstrahlen einsetzen, um die korrekte Platzierung der Nadel sicherzustellen und den Drainagevorgang zu überwachen.
Nach dem Eingriff muss der Patient möglicherweise eine Zeit lang zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, um auf etwaige Komplikationen oder Nebenwirkungen zu achten.
Insgesamt handelt es sich bei der Thorakozentese um ein minimalinvasives Verfahren, das sowohl diagnostische als auch therapeutische Vorteile für Personen mit Pleuraerguss oder Pneumothorax bietet.