Was ist externe Wettbewerbsfähigkeit?

Externe Wettbewerbsfähigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit eines Landes, mit anderen Ländern auf internationalen Märkten zu konkurrieren. Es ist ein Maß dafür, wie gut die Wirtschaft eines Landes im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften abschneidet. Die externe Wettbewerbsfähigkeit wird häufig anhand des realen Wechselkurses gemessen, der den Wert der Währung eines Landes im Verhältnis zu den Währungen seiner Handelspartner darstellt. Ein hoher realer Wechselkurs weist darauf hin, dass die Währung eines Landes überbewertet ist, was seine Exporte teurer und seine Importe billiger macht. Dies kann zu einem Handelsdefizit und einem Rückgang des Wirtschaftswachstums führen. Ein niedriger realer Wechselkurs hingegen deutet darauf hin, dass die Währung eines Landes unterbewertet ist, was seine Exporte billiger und seine Importe teurer macht. Dies kann zu einem Handelsüberschuss und einer Steigerung des Wirtschaftswachstums führen.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die die externe Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beeinflussen können, darunter:

* Arbeitskosten: Die Arbeitskosten sind ein wesentlicher Faktor für die externe Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Länder mit niedrigeren Arbeitskosten haben in arbeitsintensiven Branchen eher einen Wettbewerbsvorteil.

* Kapitalkosten: Die Kapitalkosten sind ein weiterer wichtiger Faktor für die externe Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Länder mit niedrigeren Kapitalkosten haben in kapitalintensiven Branchen eher einen Wettbewerbsvorteil.

* Natürliche Ressourcen: Länder mit Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Öl und Gas können diese Ressourcen auf internationalen Märkten zu ihrem Vorteil nutzen.

* Technologie: Länder, die an der Spitze der technologischen Innovation stehen, haben in technologiegetriebenen Branchen mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Wettbewerbsvorteil.

* Regierungsrichtlinien: Regierungspolitik kann sich auch auf die externe Wettbewerbsfähigkeit eines Landes auswirken. Richtlinien zur Förderung des Freihandels können beispielsweise dazu beitragen, die Exporte eines Landes zu steigern und seine Handelsbilanz zu verbessern.

Die externe Wettbewerbsfähigkeit ist ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum eines Landes. Länder, die auf internationalen Märkten wettbewerbsfähiger sind, werden mit größerer Wahrscheinlichkeit ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum verzeichnen.