Shinto hat keine zentrale religiöse Figur oder einen bestimmten Propheten, der es gegründet hat. Vielmehr handelt es sich um eine Sammlung unterschiedlicher Überzeugungen und Praktiken, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben und auf der Ehrfurcht vor der Natur und der Verehrung von Kami oder Geistern basieren. Das Konzept von Kami umfasst ein breites Spektrum göttlicher Wesenheiten, darunter Götter, Göttinnen, Naturkräfte und Ahnengeister.
Shinto wird traditionell als eine nicht-doktrinäre Religion ohne feste Glaubenssätze oder Schriften angesehen. Es betont die Bedeutung ritueller Praktiken, Feste und Zeremonien für die Verbindung mit den Kami und die Aufrechterhaltung einer harmonischen Beziehung zur Natur.
Obwohl Shinto keinen bestimmten Begründer hat, gibt es mehrere bemerkenswerte historische Persönlichkeiten, die zu seiner Entwicklung und Gestaltung beigetragen haben. Beispielsweise führte Prinz Shotoku (574-622) den Buddhismus in Japan ein und förderte die Einbeziehung buddhistischer Elemente in den Shintoismus. Kaiser Meiji (1852-1912) spielte eine bedeutende Rolle bei der Förderung des Shintoismus als nationale Religion während der Meiji-Ära, indem er den Staats-Shintoismus etablierte und seinen Platz als zentraler Bestandteil der japanischen Kultur festigte.