1. Wilderei: Saigas wurden für ihr Fleisch und ihre Hörner stark pochiert. Ihre Hörner, die aus Keratin bestehen, werden in einigen asiatischen Märkten geschätzt, was zu illegaler Jagd und internationalem Wildtierhandel führt. Trotz internationaler Verbote und Naturschutzbemühungen ist Wilderei weiterhin eine bedeutende Bedrohung.
2. Lebensraumverlust: Saiga-Antilopen bewohnen die riesigen Steppen und Halbwüsten Zentralasiens, hauptsächlich Kasachstan, Russland, Usbekistan und Mongolei. Ihre Lebensräume wurden aufgrund der landwirtschaftlichen Expansion, der Beweidung von Vieh, der Entwicklung der Infrastruktur und dem Bergbau degradiert und fragmentiert. Der Verlust an geeigneten Weidebaten und Migrationsrouten hat ihre Bevölkerungsgruppen stark beeinflusst.
3. Krankheiten: Saigas sind anfällig für verschiedene Krankheiten, insbesondere für eine sehr ansteckende Atemwegserkrankung, die als Pasteurellose bezeichnet wird. Epizootische Ausbrüche von Pasteurellose haben innerhalb kurzer Zeit zu einer großen Anzahl von Saigas zu Massensterblichkeiten geführt. In den letzten Jahren haben mehrere Ausbrüche zu katastrophalen Bevölkerungsrückgängen geführt.
4. Klimawandel: Die sich ändernden Klimamuster tragen auch zur Gefährdung von Saigas bei. In ihren Lebensraumregionen wurde Erwärmungstemperaturen, Veränderungen der Niederschlagsmuster und extreme Wetterereignisse erlebt. Diese Bedingungen beeinflussen die Verfügbarkeit und Qualität ihres Futters und den Zeitpunkt ihrer Migration und beeinflussen ihr Überleben und ihre Reproduktion.
5. Wettbewerb mit Vieh: Saigas teilen ihre Lebensräume mit inländischen Vieh. Der Wettbewerb um Beweidungsressourcen, insbesondere in kritischen Zeiten wie Frühling, wenn neues Gras auftaucht, kann zu einer verringerten Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln für Saigas führen. Darüber hinaus stellt die Übertragung von Krankheiten zwischen Vieh und Saigas weitere Bedrohungen für ihre Bevölkerung dar.
6. Mangel an genetischer Vielfalt: Saiga -Antilope haben aufgrund vergangener Bevölkerungsgpässe eine geringe genetische Vielfalt. Diese genetische Verwundbarkeit macht sie anfälliger für Krankheiten und verringert ihre Anpassungsfähigkeit an sich verändernde Umweltbedingungen.
Diese miteinander verbundenen Faktoren haben zu einem dramatischen Rückgang der Saiga -Antilopenpopulationen geführt. Die Art wurde von der Internationalen Union zur Erhaltung der Natur (IUCN) als kritisch gefährdet eingestuft und benötigt dringend Erhaltungsinterventionen, um das Aussterben zu verhindern.