Die Paarung von Kakadus erfolgt je nach Art typischerweise in den Frühlings- oder Sommermonaten. Zur Vorbereitung auf die Paarung führen männliche Kakadus aufwändige Balzdarbietungen durch. Dazu gehören das Ausbreiten und Anheben des Kamms, das Verbeugen, das Schlagen der Flügel und das Wackeln des Kopfes. Möglicherweise bieten sie dem Weibchen auch Futter oder Materialien für den Nestbau an.
Nestbau
Sobald sich ein Paar gebildet hat, beginnen sie mit dem Nestbau. Kakadus nisten typischerweise in Baumhöhlen, einige Arten können jedoch auch in Klippen oder Felsspalten nisten. Das Nest wird sowohl vom Männchen als auch vom Weibchen gebaut und besteht aus verschiedenen Materialien wie Stöcken, Rinde, Blättern und Gräsern. Das Nest kann mit Federn, Fell oder anderen weichen Materialien ausgekleidet sein.
Eiablage und Inkubation
Weibliche Kakadus legen normalerweise zwischen zwei und vier Eier gleichzeitig, die Anzahl kann jedoch je nach Art variieren. Die Eier werden von beiden Elternteilen bebrütet, wobei das Männchen tagsüber die Brut übernimmt und das Weibchen nachts brütet. Die Eier schlüpfen nach etwa 21–35 Tagen.
Für die Küken sorgen
Kakadu-Küken sind uneigennützig, was bedeutet, dass sie hilflos geboren werden und auf die Nahrung und den Schutz ihrer Eltern angewiesen sind. Beide Eltern kümmern sich um die Küken, wobei das Männchen in erster Linie für die Verteidigung des Nestes und die Bereitstellung von Nahrung verantwortlich ist und das Weibchen mehr Zeit mit dem Brüten und der Pflege der Küken verbringt. Die Küken bleiben etwa 8–12 Wochen im Nest, bevor sie flügge werden.
Flüggewerden und Unabhängigkeit
Sobald die Küken flügge sind, beginnen sie, die Umgebung zu erkunden und lernen, nach Nahrung zu suchen. Bis sie völlig unabhängig sind, werden sie mehrere Monate lang auf Nahrung und Schutz ihrer Eltern angewiesen sein.