Welches Tier war durch den Einsatz von DDT so betroffen, dass es zu einer vom Aussterben bedrohten Art wurde?

Der Weißkopfseeadler (Haliaeetus leucocephalus) war das Tier, das durch den Einsatz von DDT so stark beeinträchtigt wurde, dass es zu einer vom Aussterben bedrohten Art wurde. DDT oder Dichlordiphenyltrichlorethan ist ein synthetisches Organochlor-Insektizid, das in den 1940er bis 1970er Jahren in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern weit verbreitet war. Es wurde zur Bekämpfung einer Vielzahl von Insektenschädlingen eingesetzt, darunter Mücken und landwirtschaftliche Schädlinge.

DDT ist ein persistenter organischer Schadstoff (POP), was bedeutet, dass es in der Umwelt nicht leicht abgebaut wird und sich im Gewebe von Tieren, einschließlich Menschen, ansammeln kann. Bei Vögeln kann DDT den Kalziumstoffwechsel beeinträchtigen und dazu führen, dass die Eierschalen dünner werden und leicht brechen. Dies führte zu einem Rückgang des Fortpflanzungserfolgs von Weißkopfseeadlern und anderen Greifvögeln, was zu einem Rückgang ihrer Populationen führte.

Der Einsatz von DDT wurde 1972 in den Vereinigten Staaten verboten und die Populationen der Weißkopfseeadler haben sich seitdem erholt. Der Weißkopfseeadler wurde 2007 von der Liste der gefährdeten Arten gestrichen.