Fentocin ist ein synthetisches Octapeptid, das aus Oxytocin gewonnen wird, dem natürlichen Hormon, das vom Hypothalamus produziert und von der Hypophyse freigesetzt wird. Allerdings hat Fentocin eine längere Halbwertszeit und eine größere Wirksamkeit als Oxytocin, wodurch es für bestimmte klinische Anwendungen besser geeignet ist.
Fentocin wird typischerweise intravenös oder intramuskulär verabreicht. Die Dosierung und Häufigkeit der Verabreichung richtet sich nach der konkreten Anwendungsindikation. In den meisten Fällen beträgt die Anfangsdosis 100 Mikrogramm, verabreicht durch langsame intravenöse Injektion. Diese Dosis kann je nach Bedarf alle 4 bis 6 Stunden wiederholt werden.
Fentocin ist im Allgemeinen gut verträglich. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Hypotonie. Schwerwiegende Nebenwirkungen wie Krampfanfälle und Herzrhythmusstörungen sind selten, können aber auftreten.
Fentocin ist bei Patienten mit Eklampsie, Präeklampsie oder anderen Erkrankungen, die durch schwere Hypertonie gekennzeichnet sind, kontraindiziert. Es sollte auch bei Patienten mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen oder bei Patienten mit Anfällen in der Vorgeschichte mit Vorsicht angewendet werden.
Fentocin ist ein sicheres und wirksames Medikament zur Vorbeugung und Behandlung von postpartalen Blutungen. Es ist auch für andere geburtshilfliche Indikationen nützlich, wie zum Beispiel die Einleitung von Wehen und die Einleitung eines Schwangerschaftsabbruchs. Es sollte jedoch nur unter Aufsicht eines qualifizierten medizinischen Fachpersonals verwendet werden.