Warum verdrängte Carnivora Mesonychia und Creodonta?

Überlegene Anpassungen: Carnivora besaß mehrere vorteilhafte Anpassungen gegenüber Mesonychia und Creodonta. Ihre scharfen, klingenartigen Zähne eigneten sich besser zum Durchschneiden von Fleisch und ermöglichten so eine effizientere Fleischverarbeitung. Darüber hinaus verfügten Fleischfresser über spezielle Kiefermuskeln und Schädelstrukturen, die für stärkere Bisse und eine größere Präzision bei der Jagd und Nahrungsaufnahme sorgten.

Effiziente Fortbewegung: Fleischfresser zeigten im Vergleich zu Mesonychia und Creodonta eine größere Beweglichkeit und Geschicklichkeit. Ihre Gliedmaßen wurden für die kursorische Fortbewegung modifiziert, sodass sie schneller rennen und Beute effektiv jagen konnten. Darüber hinaus verfügten Fleischfresser über einziehbare Krallen, die ihre Kletterfähigkeiten und ihre allgemeine Mobilität verbesserten.

Sozialverhalten: Bestimmte Raubtierarten entwickelten soziale Strukturen und Jagdstrategien, die ihren Jagderfolg weiter verbesserten. Die Zusammenarbeit innerhalb sozialer Gruppen ermöglichte es ihnen, größere Beutetiere zu erlegen und so ihre Nahrungsressourcen und Überlebenschancen zu erhöhen.

Adaptive Evolution: Carnivora zeigte im Vergleich zu Mesonychia und Creodonta eine größere evolutionäre Plastizität und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umgebungen. Sie diversifizierten sich in verschiedene ökologische Nischen, darunter terrestrische, semi-aquatische und baumbewohnende Lebensräume, was es ihnen ermöglichte, ein breiteres Spektrum an Ressourcen zu nutzen und der Konkurrenz zu entgehen.

Aussterbeereignisse: Mesonychia und Creodonta waren während der Eozän-Oligozän-Grenze bzw. des Eozän-Miozän-Übergangs vom Aussterben bedroht. Diese Ereignisse schufen ökologische Möglichkeiten für Fleischfresser, zu expandieren und die von ihren Konkurrenten hinterlassenen leeren Nischen zu füllen.