Bei wilden Nerzen verändert sich ihr Fell im Laufe der Jahreszeiten. In den wärmeren Monaten haben sie normalerweise eine dunkelbraune oder schokoladenbraune Farbe. Wenn jedoch der Winter naht, beginnt ihr Fell aufzuhellen und verfärbt sich allmählich zu reinem Weiß. Dieses weiße Fell bietet ihnen eine hervorragende Tarnung in der verschneiten Winterlandschaft und hilft ihnen, sich in ihre Umgebung einzufügen und Raubtieren auszuweichen.
Die Veränderung der Fellfarbe wird durch das mit dem Winter einhergehende abnehmende Tageslicht und die kälteren Temperaturen ausgelöst. Diese Umwelteinflüsse führen zu hormonellen Veränderungen im Körper des Nerzes, die wiederum das Wachstum von weißem Fell stimulieren. Die weiße Färbung wird durch das Vorhandensein von Lufteinschlüssen in den Fellfasern erreicht, die das Licht streuen und reflektieren und dem Fell so sein weißes Aussehen verleihen.
Diese saisonale Anpassung ist entscheidend für das Überleben wilder Nerze unter harten Winterbedingungen. Das weiße Fell schützt vor Kälte, speichert die Körperwärme und hilft ihnen, bei Minustemperaturen zu überleben. Darüber hinaus können sie durch ihre weiße Färbung mit der verschneiten Umgebung verschmelzen, wodurch sie für Raubtiere weniger sichtbar sind und ihre Überlebenschancen steigen.