So gebären Schnabeltiere:
Eierablage:
1. Paarung und Befruchtung: Während der Paarungszeit, die auf der Südhalbkugel zwischen Juni und Oktober stattfindet, konkurrieren männliche Schnabeltiere um Partner. Die Männchen besitzen an ihren Hinterfüßen giftige Sporen, die sie vor allem während der Brutzeit nutzen. Nach der Paarung zieht sich das Weibchen in seine Nistkammer zurück.
2. Ein Nest bauen: Das weibliche Schnabeltier baut am Flussufer einen Nistbau, der bis zu 20 Meter lang sein kann. Der Bau bietet Schutz und eine sichere Umgebung für die Eiablage und die Aufzucht der Jungen.
3. Eier legen: Ungefähr zwei Wochen nach der Paarung legt das Weibchen ein oder zwei ovale, ledrige Eier in seinen Bau. Schnabeltier-Eier sind klein, etwa so groß wie eine große Traube.
Inkubation:
1. Grübeln: Sobald die Eier gelegt sind, beginnt das Schnabeltierweibchen, sie zu brüten, wobei es seinen Körper gewissenhaft um die Eier schlingt, um ihnen Wärme und Schutz zu bieten. Sie bleibt im Nest und verlässt es nur selten, um optimale Brutbedingungen zu gewährleisten.
2. Schraffur: Nach einer Inkubationszeit von etwa 10 bis 11 Tagen schlüpfen die Eier. Die Jungtiere, Puggles genannt, sind winzig, blind und nackt und wiegen nur etwa 0,3 Gramm (0,01 Unzen). Sie sind vollständig auf die Fürsorge ihrer Mutter angewiesen.
Pflege:
1. Milchproduktion: Schnabeltiere haben keine Brustwarzen, aber sie besitzen einzigartige Milchdrüsen, die eine nährende Milch absondern. Diese Milch sickert durch die Haut ihres Bauches und bildet dort, wo die Puggles saugen, eine milchige Pfütze.
2. Fütterung: Die Schnabeltiermutter säugt ihre Schnabeltiere mehrere Monate lang. Während dieser Zeit wachsen die Puggles schnell, entwickeln Fell, öffnen ihre Augen und lernen schwimmen und Futter suchen.
3. Entwöhnung: Schließlich werden die Puggles entwöhnt und beginnen, nach ihrem eigenen Futter zu suchen. Sie werden unabhängig und verlassen den Nistbau, um ihre Umgebung zu erkunden.
Nach etwa einem Jahr sind die jungen Schnabeltiere voll ausgewachsen und bereit, für sich selbst zu sorgen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Fortpflanzung von Schnabeltieren eng mit ihrer Umgebung verknüpft ist und bestimmte Bedingungen erfordert, darunter die Wasserqualität und die Verfügbarkeit geeigneter Nistplätze. Daher sind Schutzbemühungen unerlässlich, um das weitere Überleben und Wohlergehen dieser faszinierenden Kreaturen sicherzustellen.