1. Aussterben: Geologische Veränderungen können zum Aussterben von Arten oder ganzen Gruppen von Organismen führen. Zum Beispiel hat das End-Permian-Massenaussterben, das vor etwa 252 Millionen Jahren stattfand, etwa 96% aller Meeresarten und 70% aller terrestrischen Wirbeltierarten ausgelöscht. Dieses Aussterbenereignis ebnete den Weg für den Aufstieg der Dinosaurier.
2. Speziation: Geologische Veränderungen können auch zur Bildung neuer Arten oder zur Speziation bestehender Arten führen. Zum Beispiel verband die Bildung der Landenge von Panama vor etwa 3 Millionen Jahren Nord- und Südamerika, was den Austausch von Arten zwischen den beiden Kontinenten ermöglichte. Dies führte zur Speziation vieler Tier- und Pflanzenarten, wie der Entwicklung des nordamerikanischen Waschbären und des südamerikanischen Coati.
3. Bereichserweiterungen: Geologische Veränderungen können auch zu Veränderungen in der Verteilung von Arten oder Organismen führen. Zum Beispiel schuf die Bildung des Grand Canyon vor Millionen von Jahren eine Barriere für viele Tier- und Pflanzenarten, was zur Entwicklung verschiedener Populationen auf beiden Seiten des Canyons führte.
4. Anpassungen: Geologische Veränderungen können auch die Entwicklung neuer Anpassungen in Organismen vorantreiben. Zum Beispiel führte die Bildung der Rocky Mountains vor etwa 80 Millionen Jahren zur Entwicklung von Pferden mit längeren Beinen und stärkeren Zähnen, die besser zum Navigieren des rauen Geländes geeignet waren.
5. Migration: Geologische Veränderungen können auch Tiere dazu veranlassen, in neue Bereiche zu wandern, um günstigere Bedingungen, insbesondere Veränderungen im Klima, zu migrieren.
Insgesamt können große geologische Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierleben haben, die von Aussterben bis hin zu Anpassungen an die Entstehung neuer Arten reichen. Diese Veränderungen haben die Geschichte des Lebens auf der Erde geprägt und beeinflussen heute weiterhin die Verteilung und Vielfalt der Organismen.