So funktioniert die Pansen:
1. Aufnahme:Wiederkäuer schlucken Pflanzenmaterialien wie Gräser, Blätter und Stängel, die im Pansen gespeichert sind.
2. Fermentation:Die Mikroorganismen in den Pansen produzieren Enzyme, die Cellulose in einfachere Zucker, Fettsäuren und andere Nährstoffe zerlegen. Diese Mikroorganismen fermentieren das Pflanzenmaterial unter Verwendung von Cellulose und anderen komplexen Kohlenhydraten als primäre Energiequellen.
3. Nachkauen:Wiederkäuer erfassen das teilweise fermentierte Material, das als CUD bekannt ist, zurück in den Mund, um es weiter zu kauen und mit Speichel zu mischen. Dieser physische Zusammenbruch erhöht die Oberfläche des Pflanzenmaterials und macht es den Enzymen und Mikroorganismen im Pansen zugänglicher.
4. Absorption:Nach ausreichender Fermentation und Wiederkäuen bewegt sich das teilweise verdaute Material in die nächsten Kompartimente des Verdauungssystems des Wiederkäuens, einschließlich Retikulum, Omasum und Abomasum. Hier werden die durch mikrobiellen Fermentation freigesetzten Nährstoffe wie flüchtige Fettsäuren, Aminosäuren und Vitamine in den Blutkreislauf aufgenommen.
5. Mikrobielle Proteinsynthese:Die Mikroorganismen im Pansen synthetisieren auch mikrobielles Protein unter Verwendung des Stickstoffs aus Pflanzenmaterial und Harnstoff, die aus den Nieren recycelt wurden. Mikrobielle Proteine tragen signifikant zur Proteinversorgung des Wiederkäuerns bei und sind ein wesentlicher Bestandteil ihrer Ernährung.
Das Pansen ermöglicht es Wiederkäuer, Nährstoffe aus diäten auf pflanzlichen Basis zu erhalten, die für viele andere Tiere sonst unverdaulich wären. Diese Anpassung hat es Wiederkäuer ermöglicht, eine wichtige Nische in Ökosystemen als Pflanzenfresser zu besetzen und eine entscheidende Rolle beim Nährstoffzyklus und den Zusammenbruch der Pflanzensache in verschiedenen natürlichen Lebensräumen zu spielen.