- Intensivierung der Rinderhaltung: Die Viehwirtschaft hat ihre Praktiken intensiviert, um die Produktivität zu steigern und den Flächenbedarf für die Weidehaltung zu verringern. Dazu gehören Praktiken wie:
- Verbesserte Zucht: Rinder wurden gezielt gezüchtet, um Futter effizienter in Fleisch umzuwandeln, was zu schnelleren Wachstumsraten und kürzeren Zeiten bis zum Schlachtgewicht führte.
- Ernährung von höherer Qualität: Rinder erhalten Futter mit hohem Energie- und Nährstoffgehalt, um ihr Wachstum und ihre Gewichtszunahme zu maximieren. Dazu gehören Futtermittel wie Mais, Sojabohnen und andere Getreidesorten sowie Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine und Mineralstoffe.
- Verkürzung der Weidezeit: Rinder werden für einen erheblichen Teil ihres Lebens in Futterplätzen oder anderen abgegrenzten Bereichen gehalten, wodurch die Zeit, die sie auf der Weide verbringen, verkürzt wird. Dadurch können Landwirte ihre Ernährung genauer steuern und den Flächenbedarf für die Beweidung reduzieren.
- Nutzung von Randgebieten: Einige Rinder werden auf Randgebieten gezüchtet, beispielsweise auf Flächen, die für andere landwirtschaftliche Zwecke zu hügelig, felsig oder zu trocken sind. Dadurch können Landwirte Flächen nutzen, die sonst unproduktiv wären.
- Import von Futtermitteln: Die Vereinigten Staaten importieren eine erhebliche Menge an Futtermitteln wie Mais und Sojabohnen, um ihr Vieh zu ernähren. Dies ermöglicht es den Landwirten, ihre heimische Produktion zu ergänzen und den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.
Konsequenzen der Fütterung unserer riesigen Rinderpopulation auf immer kleiner werdenden Weideflächen
- Umweltschädigung: Die Intensivierung der Rinderhaltung hat eine Reihe negativer Auswirkungen auf die Umwelt, darunter:
- Abholzung: Die Abholzung von Wäldern zur Schaffung von Weideland und Futterpflanzen hat zur Entwaldung beigetragen, insbesondere im Amazonas-Regenwald.
- Wasserverschmutzung: Viehabfälle können Gewässer verunreinigen, was zur Eutrophierung führt und aquatische Ökosysteme schädigt.
- Luftverschmutzung: Rinder spucken Methan aus, ein starkes Treibhausgas, das zum Klimawandel beiträgt.
- Bodenerosion: Überweidung kann zu Bodenerosion führen und die Produktivität des Landes verringern.
- Gesundheitsrisiken: Die Intensivierung der Rinderhaltung hat auch zu einer Reihe von Gesundheitsrisiken geführt, darunter:
- Antibiotikaresistenz: Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Rinderhaltung hat zur Entwicklung antibiotikaresistenter Bakterien beigetragen, die eine ernsthafte Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen können.
- Lebensmittelbedingte Krankheit: Rinder können Bakterien wie E. coli und Salmonellen übertragen, die beim Menschen lebensmittelbedingte Krankheiten verursachen können. Kontaminiertes Fleisch kann zu ernsthaften Gesundheitsproblemen bis hin zu Krankenhausaufenthalten und sogar zum Tod führen.
- Unterernährung: Die Umstellung auf die Fütterung von Rindern mit höherwertigem Futter hat zu weniger nahrhaftem Fleisch für den menschlichen Verzehr geführt. Dies kann insbesondere in Entwicklungsländern zur Unterernährung beitragen.
Insgesamt hatte die Intensivierung der Rinderhaltung eine Reihe negativer Folgen für die Umwelt, die menschliche Gesundheit und die Ernährungssicherheit. Es ist wichtig, nachhaltigere Wege zu finden, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, ohne auf die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die Produktion von Treibhausgasen angewiesen zu sein.