Schweine haben einen einkammerigen Magen, was bedeutet, dass sie im Gegensatz zu Kühen keinen separaten Pansen, Retikulum, Magen und Labmagen haben. Stattdessen besteht ihr Magen nur aus einem einzigen Fach. Das bedeutet, dass die Nahrung, die Schweine fressen, nicht fermentiert wird, bevor sie den Dünndarm erreicht.
Im Dünndarm wird die Nahrung durch Enzyme aufgespalten und in den Blutkreislauf aufgenommen. Allerdings wird ein Teil der Nahrung, die Schweine fressen, im Dünndarm nicht aufgespalten. Diese Nahrung gelangt in den Hinterdarm, wo sie von Bakterien fermentiert wird.
Die Bakterien im Enddarm zerlegen die Nahrung in flüchtige Fettsäuren (VFAs), die dann in den Blutkreislauf aufgenommen werden. VFAs sind eine Energiequelle für Schweine und spielen auch eine Rolle bei der Regulierung des pH-Werts des Hinterdarms.
Die Gärung im Hinterdarm ist ein wichtiger Prozess für Schweine, da sie ihnen ermöglicht, Nahrung zu verdauen, die sonst unverdaulich wäre. Dieser Prozess trägt auch zur Produktion von VFAs bei, die eine Energiequelle darstellen und eine Rolle bei der Regulierung des pH-Werts des Hinterdarms spielen.