Im Falle des Wanderfalcons beeinflusst DDT hauptsächlich sein Fortpflanzungssystem. Wenn Wanderfalken Beute konsumieren, die mit DDT kontaminiert wurde, akkumuliert sich die Chemikalie in ihrem Körperfett. Da DDT ein anhaltender Bio -Schadstoff (POP) ist, wird es nicht leicht zusammengebrochen und kann viele Jahre in der Umwelt, einschließlich der Nahrungskette, bleiben.
Wenn weibliche Wanderfalken Eier legen, wird das in ihrem Körperfett aufbewahrte DDT auf die Eierschalen übertragen, wodurch die Schalen dünner und anfälliger für Bruch sind. Dies kann zu einer Eierschalenverdünnung, einem verringerten Schlupferfolg und letztendlich zu einem Rückgang der Wanderfalcon -Population führen. Zusätzlich zur Eierschalenverdünnung kann DDT auch andere Fortpflanzungsprobleme bei Wanderfalken wie verringerte Fruchtbarkeit, Embryo -Mortalität und Entwicklungsstörungen bei jungen Falken verursachen.
Die Auswirkungen von DDT auf den Wanderfalcon wurden erstmals von dem amerikanischen Biologen Rachel Carson in ihrem 1962 veröffentlichten Buch "Silent Spring" dokumentiert. Carsons Buch hob die öffentliche Bewusstsein für die Gefahren von DDT und anderen Pestiziden und spielte eine bedeutende Rolle in der Bewegung zum Verbot von DDT und anderen schädlichen Chemikalien.
Dank des Verbots der DDT- und Erhaltungsbemühungen hat sich die Bevölkerung der Wanderfalke seitdem erholt und wird nicht mehr als gefährdet angesehen. DDT und andere anhaltende organische Schadstoffe stellen jedoch immer noch eine Bedrohung für Wildtiere und Umwelt dar, und ihre Verwendung und Regulierung unterliegen fortlaufende wissenschaftliche Forschungs- und politische Diskussionen.